Jüdische Flüchtlinge in Shanghai

Das Konfuzius-Institut an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf lädt Sie herzlich ein zu einer gemeinsamen Begehung der Ausstellung:

Jüdische Flüchtlinge in Shanghai mit Sonja Mühlberger

am Donnerstag, 27. September 2018, 15:00 Uhr, im Foyer der Volkshochschule Düsseldorf, Bertha-von-Suttner-Platz 1, 40227 Düsseldorf


Sonja Mühlberger wurde selbst als Kind jüdischer Eltern in Shanghai geboren. Sie ist eine weltweit gefragte Zeitzeugin und hat die Entstehung dieser Ausstellung maßgeblich unterstützt.


Ausstellungsdauer: 10. September bis 19. Oktober 2018

Letztes Exil Shanghai

Ebenfalls lädt das Konfuzius-Institut an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Sie herzlich ein zu einem Vortrag:

Letztes Exil Shanghai - ein Zeitzeugenbericht von Sonja Mühlberger

am Donnerstag, 27. September 2018, 18:00 Uhr, im Konfuzius-Institut an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
Graf-Adolf-Straße 63, 40210 Düsseldorf


Eine deutsche Kindheit zwischen Rikschas und Pagoden: Sonja Mühlberger wurde 1939 in der chinesischen Hafenstadt Shanghai geboren. Ihre jüdischen Eltern waren aus Deutschland in das Reich der Mitte geflohen. Sie wuchs im Getto von Hongkou/Shanghai auf. Gemeinsam mit ihrer Familie konnte sie 1947 wieder nach Deutschland einreisen. Sie fand in Ostberlin ihr Zuhause und wurde Lehrerin.

Sonja Mühlberger ist eine weltweit gefragte Zeitzeugin und Ansprechpartnerin für alle, die sich wie sie für China und das Exil in Shanghai interessieren.
Im Vortrag erzählt Sonja Mühlberger von ihrer Kindheit in Shanghai, der Ankunft in der „fremden“ Heimat Deutschland und ihren Reisen zurück nach China. Über diese Besuche sagt sie: „Das ist wie ein Heimkommen. Das ist wie ein Stück meines Lebens und meines frühen Lebens. Und da ich immer neugierig war und alles wissen wollte, kann ich heute auch viele Geschichten erzählen, um etwas gegen das Vergessen zu tun."

Vertragshäfen und Kanonenboote

Globale Verflechtungen zwischen
China und dem Westen im 19. und 20. Jahrhundert

Dozent: Dr. Cord Eberspächer


Der Austausch zwischen China und den westlichen Großmächten wurde bestimmt durch das Vertragssystem. Seinen konkreten Ausdruck fand dieses System vor allem in den Vertragshäfen und den ausländischen Niederlassungen. Dort bildeten sich Kontaktzonen heraus, die auf der einen Seite von westlicher Dominanz und Aggression bestimmt wurden, gleichzeitig aber auch dem intensiven Austausch von Waren, Menschen und Ideen dienten. Heute sind die ehemaligen Niederlassungen in Städten wie Shanghai und Tianjin beliebte Touristenattraktionen, die aber genauso weiterhin den westlichen Imperialismus erinnern. Die Veranstaltung beleuchtet Entstehung, Funktionsweise und Rolle dieser Vertragshäfen vor dem Hintergrund der chinesischen und internationalen Politik.

Die Veranstaltungen finden jeweils 18-19:30 Uhr im Konfuzius-Institut Düsseldorf, Graf-Adolf-Str. 63, 40210 Düsseldorf, statt.


11.10.2018 1. Opiumkriege und Ungleiche Verträge

25.10.2018 2. Die Rolle der Gewalt. Kanonenboote und Widerstand

08.11.2018 3. Die Rolle des Rechts. Exterritorialität und Mixed Courts

22.11.2018 4. Die Rolle Chinas: Missionen und Gesandtschaften

29.11.2018 5. Die Rolle des Austausches: Waffen und Wissenschaft

06.12.2018 6. Eskalation: Scramble for China und Boxerkrise

13.12.2018 7. Boom und Abgesang: Die Vertragshäfen im 20. Jahrhundert